Gastronomie und Hotellerie brauchen mehr Spielraum
Mehr als 100 Gäste, eine intensive Diskussion und viele konkrete Themen aus dem unternehmerischen Alltag: Beim „Abend der Gastronomie und Hotellerie“ der MIT Münster im ATLANTIC Hotel wurde deutlich, wo die Branche aktuell Handlungsbedarf sieht.
(v. l.) Sascha von Zabern, Ana Voogd, Alexandra König, Bernd Redeker, Hendrik Eggert und Saskia Zahlten.Wie schwierig es für gastronomische Betriebe geworden ist, wirtschaftlich verlässlich zu planen, zeigte sich an vielen Beispielen aus der Praxis. Neben steigenden Personal-, Energie- und Betriebskosten standen vor allem Bürokratie und starre gesetzliche Vorgaben im Mittelpunkt der Diskussion.
Besonders die aktuellen Arbeitszeitregelungen beschäftigen viele Betriebe. Gastronomie funktioniert nicht nach klassischen Bürozeiten. Stoßzeiten, Veranstaltungen und kurzfristige Veränderungen gehören zum Alltag. Gleichzeitig müssen Unternehmerinnen und Unternehmer ihre Personaleinsätze innerhalb enger gesetzlicher Vorgaben organisieren.
Auch Dokumentationspflichten, Genehmigungsverfahren, Mindestlohn, Fachkräftemangel sowie Betten- und Verpackungssteuer wurden an diesem Abend thematisiert. Die Diskussion machte deutlich, wie viele unterschiedliche Vorgaben inzwischen unmittelbar Einfluss auf den betrieblichen Alltag und die Kalkulation der Unternehmen haben. Auch die MIT Münster nennt diese Punkte in ihrer eigenen Bilanz der Veranstaltung als zentrale Themen.
Die Praxis zu Wort kommen lassen
Nach dem Impuls von Hendrik Eggert, Vorsitzender des Hotel- und Gaststättenvereins Münster, berichteten Unternehmerinnen und Unternehmer aus Münster von ihren Erfahrungen.
Mit dabei waren unter anderem Sascha von Zabern vom ATLANTIC Hotel, Ana Voogd, Alexandra König und Bernd Redeker. Moderiert wurde die Gesprächsrunde von der stellvertretenden MIT-Vorsitzenden Saskia Zahlten.
Dabei ging es bewusst nicht nur um eine Bestandsaufnahme. Ziel des Abends war es, zuzuhören, konkrete Probleme aus der Praxis zu verstehen und daraus Themen abzuleiten, die auf politischer Ebene weiter diskutiert werden sollen. Diesen Ansatz beschreibt die MIT Münster auch in ihrer eigenen Nachlese zur Veranstaltung.
Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Münster
Gastronomie und Hotellerie prägen Münster nicht nur als Gastgeber. Die Betriebe schaffen Arbeits- und Ausbildungsplätze, tragen zur regionalen Wertschöpfung bei und sind ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in der Stadt.
Der Abend im ATLANTIC Hotel hat gezeigt, wie wichtig der direkte Austausch mit den Unternehmerinnen und Unternehmern ist. Für die MIT Münster geht es nun darum, die gesammelten Impulse aufzugreifen und in die weitere politische Arbeit einzubringen.